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Posts

Pride Month: Gleichberechtigung und Diversität

Es ist 2021 und doch gibt es immer noch Gruppen, Verbände oder ganze Regierungen, welche gegen die Vielfalt der Gesellschaft sind.    Ungarn, ein Binnenstaat in Mitteleuropa mit rund 9,8 Millionen Einwohnern und dem Premierminister Viktor Orban, hat im Juni dieses Jahres Homosexualität als Feindbild festgeschrieben. In der Verfassung wird ein klassisches Familienbild durch Mutter, Vater, Kind dargestellt. Zudem ist alle Literatur, in denen Familien nicht klassisch dargestellt werden, verboten, Resultat der vorgegebenen Marschrichtung ist die Untersagung von so wichtigen Aufklärungskampagnen in allen Bildungsinstituten sowie allen weiteren Versuchen, die LGBTQ-Community zu unterstützen. Schon seit 1980 feiert die LGBTQ-Community regelmäßig ihre Sexualität und kämpfen für Freiheiten und Rechte der Gemeinschaft. Dieses Zeichen von Gleichberechtigung und Diversität findet jedes Jahr im Juni statt und wird als „Pride Month“ bezeichnet. Der „Pride Month“ ist durch „Gay Parades“ und ...

Vom Gym auf die MOS

  Mitten in der Oberstufe des Gymnasiums habe ich damals die Schule gewechselt und bin auf die Montessori FOS in Nürnberg gestoßen. Und auf diese Schule zu gehen, war eine ganz wunderbare Entscheidung! Hier ist meine ganz persönliche Sicht:   Rückblickend, im Vergleich mit der MOS, kann ich meine alte Schule nun mit neuen Augen betrachten, und sehe mit Erschrecken, wie wenig meine dortigen Lehrer eigentlich mit ihren Schülern in einem guten Kontakt waren, und wie sehr wir alle in dieser großen Maschinerie in Form eines alten grauen Kastens steckten. (Ich möchte dazu anmerken, dass es natürlich auch gute Seiten gab, und gute Lehrer. Aber über den großen Rest muss ich mal schimpfen!)  Denn es geht ganz offensichtlich auch anders. Ich weiß nicht, wie es an einer ursprünglichen Montessori Schule ist, denn soweit ich weiß, hat unsere FOS auch schon einige staatliche Züge angenommen (so wie Noten und Frontalunterricht), damit wir Schüler hier ein gültiges Abitur schreiben könne...

Wie es (für mich) ist, Transgender zu sein

  „Bist du ein Junge oder ein Mädchen?“ Diese Frage wird meist verunsichert gestellt. Meine Antwort: ein Junge.    Ich bin Transgender, genauer gesagt FtM, das ist die Abkürzung für Female to Male. Das bedeutet für mich, ich wurde im falschen Körper geboren; ich bin quasi männlich, aber in einem weiblichen Körper gefangen. Direkt zu Anfang möchte ich allerdings klarstellen, dass viele Menschen sehr gut mit dem Thema umgehen. Meine Klasse hat sich nach dem Outing in der 11. sehr schnell auf den neuen Namen und die Pronomen umgestellt und auch die Schule und meine Familie gehen sehr unterstützend mit dem Thema um. In diesem Text würde ich allerdings gerne über die andere Seite des Ganzen sprechen. Ich schreibe in diesem Text meine persönliche Sicht auf das Ganze, was bedeutet, dass dies keinesfalls verallgemeinert werden sollte.   Zuerst einmal stellen das Problem eher Begrifflichkeiten da. Es geht nicht darum, jeden Begriff genau unterscheiden zu können; ich behaupte ...

Personality-Ranking bei GNTM

Germany's Next Topmodel ist eine TV-Show, die ich durchaus unterahltsam finde(n würde). Wären da nicht diese gewissen Kritikpunkte, die es dann doch immer wieder auszusetzen gibt! Mal abgesehen von dem üblichen Nur-schlanke-große-Mädchen (eine Vorgabe, die sich immerhin langsam etwas zu lockern beginnt), gibt es da noch andere Dinge, die wirklich kritisch zu betrachten sind, und eines davon war das Personality-Ranking in einer der Folgen dieses Jahres 2021. Um kurz die Situation zu schildern: Die Mädchen sollten sich in ihrem Modelloft in Bezug auf Performance und Personality selbst einschätzen und dabei eine Rangfolge festlegen, wobei jeder Platz nur einmal besetzt werden konnte. In Bezug auf Leistung mag das ja noch gehen – aber wie kann man Menschen nach Personality ordnen?  Was ist denn überhaupt Personality? Ein Wort, das in der Sendung schon häufiger vorkam: „Zeig deine Personality“, „Du hast keine Personality“ und so ähnlich. An dieser Stelle sollte man sich in Erinnerung ru...

Harriet - Der Weg in die Freiheit (2020)

  Stand up Take my people with me Together we are going To a brand new home Far across the river Can you hear freedom calling? Calling me to answer Gonna keep on keepin' on „Stand up“ - Ein Lied von Mut und der Sehnsucht nach Freiheit, gesungen von der Hauptdarstellerin Cynthia Erivo im Film „Harriet - Der Weg in die Freiheit“, der im Sommer 2020 in die deutschen Kinos gekommen ist.  Er basiert auf der wahren Geschichte der historischen Freiheitskämpferin Harriet Tubman, die im Amerika des 19. Jahrhunderts lebte und in den USA heute wie eine Volksheldin verehrt wird. Die Geschichte beginnt auf einer Plantage in Maryland, wo die Sklavin Araminta „Minty“ Ross und ihre Familie leben und arbeiten. Minty träumt schon länger davon, endlich frei zu sein, und als sie eines Tages von ihrer Familie getrennt und verkauft werden soll, entschließt sie sich zur Flucht - ein gefährliches Unterfangen, denn sie wird verfolgt von Sklavenjägern und muss sich meilenweit allein durch die ...

Wie wir sein müssen - wie wir sein dürfen

„ Mensch, lach doch mal. Du musst echt lockerer werden. Trau dich mal!“  Ja, wer kennt sie nicht, solche Sätze. Noch ein paar mehr gefällig? „Stell dich nicht so an. Du musst dir eine dickere Haut wachsen lassen. Du hast dir eben nicht genug Mühe gegeben. Du schaust immer so traurig, sei mal fröhlich! Du bist zu gestresst, zu laut, zu leise, zu anstrengend.“ Mein Favorit ist ja: „Du musst aus dir herauskommen“ - und dies hier ist vermutlich die ironischste Aussage: „Du musst authentisch sein“.  Solche Sätze sind schnell gesagt und in der Regel auch gut gemeint, aber statt dem gewünschten Ergebnis erreichen sie eher eine andere Botschaft, nämlich: „Du bist nicht okay, so wie du jetzt bist.“ Darf ich denn nicht traurig sein oder gestresst? Sicher habe ich einen guten Grund dafür. Vielleicht will ich ja gar nicht traurig sein, oder gestresst, aber ich kann es gerade nicht anders? Braucht es nicht viel eher Verständnis dafür, wie ich gerade bin, und dass mein Gegenüber mic...

"Wall Of Lies"

Mehr als 20.000 nachweisbare Amtslügen von Trump.   Bei dem Kunstprojekt des Radiosenders Radio Free Brooklyn handelt es sich um ein 30 Meter langes Wandbild auf dem über 20.000 Lügen aufgelistet sind, die Donald Trump während seiner 4 jährigen Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten verbreitet hat. Die Mauer befindet sich in Manhattan und soll auf die Lügen von Trump aufmerksam machen, welche alle von der Washington Post nachgewiesen wurden. Die Lügen auf dem Wandbild sind strukturiert und in verschiedene Farben die für bestimmte Themen stehen eingeteilt. So steht Lilia beispielsweise für Kriminalität, Grün für Corona und Orange für Wirtschaft. Es ist nicht auszuschließen, dass die „Wall of Lies“ einen Einfluss auf die US-Wahlen 2020 hatte, da sie nur einen Monat vor den Wahlen, am 03.10.2020, errichtet wurde. Anfangs wurde geplant das Wandbild für nur 2 Tage stehen zu lassen, jedoch gewann es schnell an nationaler und internationaler Popularität und so entschieden Tom Tenn...