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Fake News und Manipulation

Fakten haben wir vermutlich alle schon einmal zu unseren Gunsten verdreht. Dies hatte aber womöglich keine großen omnipräsenten [1] Konsequenzen auf die Gesellschaft. Anders sieht es da mit politisch hetzerischen Lügen aus, welche eine längere Geschichte haben als man vermuten könnte: Schon im Mittelalter wurden Menschen auf Grund optischer Merkmale als Hexen bezeichnet. Die Gesellschaft hat man durch erfundene Lügengeschichten gegen die vermeintlichen Hexen aufgehetzt. Insgesamt wurden in Europa circa 3 Millionen Menschen der Hexerei angeklagt, davon wurden 60.000 Menschen getötet. An diesem Beispiel sieht man, wie schnell man einen ganzen Kontinent in Angst versetzen und daraus entstehender Hass gegen eine Gruppe richten kann.   Fake News sind also keine neue Erfindung, haben jedoch heutzutage durch die Vernetzung mit den sozialen Medien eine immense Macht. Das Internet ist ein frei zugängliches Schlachtfeld, auf dem jede Lüge der Welt platziert werden kann. Und insbesondere e...

Wenn Cybermobbing Alltag wird. - Der Fall Rainer Winkler

Unter seinem Internet Pseudonym „Drachenlord“ veröffentlicht der YouTuber Rainer Winkler seit 2011 Videos im Internet. Durch seine polarisierende Persönlichkeit und umstrittene Aussagen die er im Laufe seiner Karriere tätigte, zieht er vor allem negative Aufmerksamkeit auf sich und seinen Kanal. Doch der „virtuelle Hass“ weitete sich zunehmend auch auf sein Privatleben außerhalb von YouTube aus. Es bildete sich ein regelrechter Personenkult um Rainer Winkler, welcher durch Hasskommentare, denunzierende Videos und Schmählieder im Netz zelebriert wurde. Der vorläufige Höhepunkt des sogenannten „Drachengames“ ereignete sich im Jahr 2014. Nachdem Unbekannte Rainers Schwester telefonisch terrorisierten, gab dieser leichtsinnigerweise seine Wohnadresse bekannt – dies veränderte sowohl seinen Alltag als auch den Alltag der Bewohner des beschaulichen Altschauerberg erheblich. Der Hass aus dem Netz beeinflusst seitdem auch das Leben außerhalb von Youtube, fast täglich „pilgern“ die Hater aus ga...

Bisexuell! Zu feige sich richtig zu outen?

Oftmals hören wir von Homophobie. Homophobie ist das Wort für Menschen, die Angst, Abneigung beziehungsweise Feindseligkeit gegenüber Schwulen und Lesben haben. Doch von der Biphobie hört man selten. Bisexuelle Menschen fühlen sich sowohl zum männlichem als auch zum weiblichen Geschlecht hingezogen. Bei der Biphobie handelt sich also um die Angst, Feindseligkeit oder die Abneigung gegen über bisexuellen Menschen. Genauso wie trans-, a- oder homosexuelle Menschen gehören bisexuelle Menschen zur LGBTQ+ Community. Allerdings diskriminieren auch viele homosexuelle Menschen - Menschen, die sich als bisexuell geoutet haben.  Manche homosexuellen Menschen behaupten, dass Männer und Frauen, welche auf Mann und Frau stehen, doch einfach nur zu feige wären, sich „richtig“ zu outen. Sie würden sich doch einfach nur nicht eingestehen trauen, dass sie nur auf den gleichgeschlechtlichen Menschen stehen würden. Sie würden nur die Privilegien der heterosexuellen Menschen genießen wollen, um einen ...

Antisemitismus - eine Annäherung

Für die meisten ist Antisemitismus wahrscheinlich ein bekannter Begriff. Falls nicht, hier eine kurze Erklärung: Antisemitismus bezeichnet alle historischen und heutigen Erscheinungsformen der Judenfeindschaft. 2005 veröffentlichte das „European Monitoring Center against Racism and Xenophobia“ eine Arbeitsdefinition für den Begriff Antisemitismus, die wie folgt lautet: „ Der Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen, wenn diese jüdischen Interessen vertreten und / oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“ Judenfeindschaft ist allerdings keine neue Erscheinung, sondern ein rund 2500 Jahre andauerndes Feindbild. Heutzutage unterscheidet man vier verschiedene Formen von Antisemitismus: •              ...

Brauchen wir Feminismus?

Feministinnen hassen Männer. Sie rasieren sich nicht und verbrennen ihre BHs. Sie sind ALLE lesbisch, hysterisch und neurotisch und eigentlich, wenn man es genau nimmt, brauchen wir doch keinen Feminismus, da wir eh schon Gleichberechtigung haben, richtig? Feminismus will in erster Linie die Gleichberechtigung der Frau in allen Lebensbereichen und die Veränderung der gesellschaftlichen Rollen von Frauen. Feministinnen kämpfen also nicht gegen Männer und wollen besser als sie sein, nein, Feministinnen kämpfen gegen eine immer noch in weiten Teilen patriarchische Gesellschaftsform. Aktuell schreiben wir das Jahr 2019 und in puncto Gleichberechtigung ist schon einiges erreicht worden. 1901 durften sich Frauen das erste Mal an Hochschulen einschreiben und 12 Jahre später, waren bereits fast 5% aller Studierenden Frauen. Am 12. November 1918 haben Frauen das aktive und passive Wahlrecht erhalten. Dann kam der Zweite Weltkrieg und es wurde wieder schwieriger für uns Frauen. Wieder durft...

#Fridaysforfuture – Wenn junge Menschen laut werden

Die Initiative „#Fridaysforfuture“ wurde von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg ins Leben gerufen. Die meinungsstarke Schülerin streikte erstmals im August und seither jeden Freitag vor dem Schwedischen Parlament und das nicht etwa, weil sie schwänzen möchte, sondern weil sie ein Zeichen für eine gerechtere Klimapolitik und ihre Zukunft setzen möchte. Seither ist der einst kleine Protest zu einer Weltweiten Bewegung geworden. Schüler und Schülerinnen in fast allen Kontinenten der Welt haben sich der Streikbewegung angeschlossen. So kam es auch in Nürnberg zu einem Klimastreik, der am 18.01.2018 um die 400 Schüler*innen vor das Nürnberger Rathaus trieb. Um 10 Uhr begann die Veranstaltung, jeder durfte auf die kleine Erhöhung kommen und seine Forderungen aussprechen. Es wurde gemeinsam gesungen und mit Sätzen wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft raubt“ polarisiert. Nicht nur Nürnberger Schüler*innen nahmen teil auch machten sich Schüler*innen aus Hersbruck, La...